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Historischer Rückblick Die Schule im Wandel |
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Aller Anfang ist schwer Das neue Unterrichtsgesetz verlangt die Einführung einer dreijährigen Sekundarschule.Französisch und Handarbeit sind Freifächer. In einer privaten Stube im Ausserdorf gingen damals 31 Schüler, davon 9 Schülerinnen aus dem neuen Sekundarschulkreis Turbenthal, zu dem auch die Gemeinden Zell, Rikon, Wila und Wildberg und alle dazugehörigen Aussenwachten gehörten, zur Schule.Für diese privilegierte Ausbildung ihrer Kinder bezahlten die Eltern Schulgeld und übernahmen auch die Kosten für das Schulmaterial. Erst 1859 wurden einige Freiplätze für intelligente Kinder aus ärmeren Verhältnissen eingerichtet.Die Gründerjahre unserer Oberstufe waren geprägt von der Schwierigkeit, ein geeignetes, bezahlbares und vor allem gut heizbares Schulzimmer und einen Lehrer, der sowohl über die notwendige Ausbildung als auch über einen vorbildlichen Charakter und eine einwandfreie Lebensführung verfügte, zu finden.Der Lehrer, der übrigens eine lebenslängliche Anstellung hatte, stand unter der Aufsicht des Pfarrers und war im Dorf eine angesehene, gut beobachtete und auch in Vereinen oder dem Kirchenchor engagierte Persönlichkeit.Ende des 19. Jahrhunderts lösten sich die Gemeinden Zell und Wila aus dem Sekundarschulkreis Turbenthal und gründeten mit den umliegenden Gemeinden und Weilern eigene Sekundarschulen. Diese Ablösungen verliefen hauptsächlich aus finanziellen Gründen nicht kampflos. Soziale Reformen wirken sich auf die Schule aus: neues Schulgesetz von 1899 Aus der so genannten Herrenschule für privilegierte Kinder wohlhabender Eltern wurde eine Volksschule. Unterricht, Lehrmittel und Schreibmaterial waren unentgeltlich, was zur Folge hatte, dass viel mehr Kinder, vor allem Mädchen, die Sekundarschule besuchten.Erstmals wurde 1912 die notwendig gewordene zweite Lehrstelle mit einer engagierten Frau besetzt, die den fakultativen Englischunterricht und Mädchen-Zeichnen neu einführte.Nach dem 2. Weltkrieg zwang eine wachsende Schülerzahl die Sekundarschulgemeinde, ein neues Schulhaus zu bauen. Mit den Provisorien (zum Beispiel wurde in einer Stube im ehemaligen Gasthaus zum Hirschen unterrichtet) und der Einmietung im Primarschulhaus Risi sollte es nun ein Ende haben. 1957 wurde das für damalige Zeiten luxuriöse Schulhaus Grund eingerichtet, wo 60 Schüler und Schülerinnen den Unterricht besuchten. Die dreiteilige Oberstufe, wie sie unsere Eltern kannten: neues Schulgesetz von 1959 Das neue Gesetz beschränkte die Primaschule auf 6 Jahre. Das 7. Und 8. Primarschuljahr, die so genannte Repetierschule, wurde abgeschafft. An ihre Stelle traten zwei neue Schultypen, die Real- und Oberschule. Seit 1963 wurde in Turbenthal dem neuen Modell entsprechend unterrichtet. Ziel war, die Schüler gemäss ihrer Möglichkeiten und Voraussetzungen besser zu fördern. Schon wieder plagte die Turbenthaler Behörden ein Platzproblem. Wohin mit der neuen Oberschule? Im erst fünfjährigen Schulhaus Grund war kein Raum mehr frei für sie. So wurden sie vorerst im Primarschulhaus Risi, dann im neuen Oberstufenschulhaus Wila und endlich 1968 wieder im erweiterten Schulhaus Grund unterrichtet. W®hrend sich die Sekundar- und Realschule gut entwickelten, litt die Oberschule an Imageproblemen. Wer wollte schon zu den Leistungsschwächsten gezählt werden? Immer weniger "Kandidaten" wurden der Oberschule zugewiesen, während sich die Reallehrer über ein Absinken des Niveaus beklagten. Die Schule verändert sich erneut: 1987 - Einführung des Abteilungsübergreifenden Schulversuchs an der Oberstufe, kurz AVO Seit 1987 beteiligte sich Turbenthal am Abteilungsübergreifenden Versuch an der Oberstufe, AVO. Die Klagen über die Oberschule waren verstummt, denn es gab sie nicht mehr. Die Schüler werden seither aufgrund der Einschätzung des Primarschullehrer in Stammklassen, entweder im erweiterten oder grundlegenden Niveau eingeteilt. Mathematik und Französisch werden in drei Leistungsniveaus geführt. Die Einteilung in die Niveauklassen ist nicht definitiv. Wenn die Leistungen und der Gesamteindruck eines Schülers sich verbessern oder verschlechtern, sind Auf- und Abstufungen möglich.Der AVO löst aber das Problem der leistungsschwachen Schüler und Schüler/innen nicht. Da Leistungsschwäche vielerlei Ursachen hat, arbeiten die Turbenthaler-Lehrer seit 1971 mit dem Schulpsychologischen Dienst (SPD) zusammen, damit Spezialisten den betroffenen Kindern helfen können. Seit 1994 werden solche Kinder, die einer Stamm-Klasse G oder E zugeteilt sind, im integrierten Förderunterricht (IF) durch speziell ausgebildete Lehrkräfte unterstützt. Lehrer/in - ein Beruf im Wandel
Nach wie vor ist es das Ziel eines jeden Lehrers, Wissen und Grundfertigkeiten zu vermitteln und seine Schüler zu mitmenschlichem, kritischem und selbstständigem Denken und Handeln zu führen. Trotzdem hat sich einiges geändert. Vom Einzelkämpfer ist der Lehrer zum Teamworker gewachsen. Steter Informationsaustausch und intensive Zusammenarbeit im Lehrerteam sind absolut notwendig. Die Schule hat sich auch gegen aussen geöffnet. Die Elternarbeit ist intensiver geworden; manche Eltern möchten sich für die Schule engagieren. Dass die Schule nicht von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technischen Veränderungen verschont bleibt, zeigt sich auch darin, dass die Unterrichtsinhalte einem steten Wandel unterworfen sind. Medienkunde, Umweltthemen, Suchtprävention, Sexualunterricht, Aidsprävention, Informatik und Internet seien da, neben dem vermehren erzieherischen Auftrag, nur einige Stichworte. Der Lehrer muss sich ständig weiterbilden. Neues Oberstufen-Zentrum Breiti Seit den Siebzigerjahren hatte sich die Turbenthaler Schülerzahl verdoppelt. Wieder kämpfte die Oberstufe mit Platzproblemen. Zwei Pavillons, erstellt neben dem Schulhaus Grund und das mieten einer Wohnung im "Näf-Haus", halfen vorläufig, den Engpass zu überbrücken, bis 1995 nach langwieriger Planungsphase endlich mit dem Bau begonnen werden konnte. Vor den Sommerferien 1997 bezogen die ca. 200 Schüler und Schülerinnen, 15 Lehrer/innen und der Abwart das neue Schulhaus. Alles ist im Fluss 1994... Seit 1994 befinden sich die Lehrerschaft und die Schulpflege erneut in einem intensiven Entwicklungsprozess, der schliesslich 1997 zu einem Leitbildentwurf für die Oberstufe führte. Dieses wird jetzt im Schulalltag erprobt. Ziel war und ist es, sich auf die Stärken zu besinnen und an den Schwächen zu arbeiten, um die Qualität der Oberstufe noch zu verbessern.Seit 1998 beteiligt sich die Oberstufe am Schulversuch Teilautonome Schule im Kanton Zürich, kurz TaV, um die Leitgedanken des Leitbildes begleitet von Fachleuten besser umsetzen zu können.Die Turbenthaler Oberstufe versteht sich als zukunftsorientierte, kulturell engagierte Schule, in der Leistung und soziale Verantwortung als positive Erfahrung wahrgenommen werden. Das verlangt von allen Beteiligten, den Schülern und Schülerinnen, den Eltern, den Schulpfleger/innen, und den Lehrer/innen den bestmöglichen Einsatz. In der Schulleitung, in der Projektleitung sowie in den Jahresprojektgruppen wird intensiv neben dem alltäglichen Unterricht an der Qualitätsverbesserung unserer Schule gearbeitet. Ergebnisse solcher Projektarbeit sind zum Beispiel die Entstehung des Schülerparlaments, des Elternforums oder auch diese Homepage.Erarbeitet von den Schüler/innen
der Klasse 2Eb, zusammengetragen und redigiert: C. Marchal (Sj 00/01)Quellen:
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